Fakten zum Knochenaufbau
| Wozu dient ein Knochenaufbau? | für Zahnimplantate ist eine Knochenschicht von mindestens 2mm Voraussetzung; sollte diese nicht vorhanden sein, ist ein Knochenaufbau erforderlich |
|---|---|
| Behandlungsmethode | interner Sinuslift: Eingriff durch die Mundhöhle (Präferenz) externer Sinuslift: Kieferhöhle wird durch kleines Fenster von außen eröffnet |
| Materialien | aus dem eigenen Körper entnommener Knochen; entproteinierte bovine Materialien als Knochenersatzmaterial; Gemisch aus eigenem Knochen und Knochenersatzmaterialien |
| Kosten | je nach Behandlungsaufwand |

Bei unserem Kieferknochen handelt es sich um lebendiges Gewebe, das Aufgaben braucht, um dauerhaft stark zu bleiben. Solange die Zähne fest im Kiefer sitzen, wird der Knochen bei jedem Kauen stimuliert. Fehlen jedoch auf Dauer ein oder mehrere Zähne, erhält das Gewebe an diesen Stellen keinen Reiz mehr und bildet sich nach und nach zurück.
Zur Herausforderung wird dieser Knochenverlust, wenn Zahnersatz benötigt wird. Insbesondere für Zahnimplantate ist ein robustes Knochenangebot wichtig, da es als Fundament für die künstlichen Zahnwurzeln dient. In einem deutlich abgebauten Kieferknochen finden Implantate keinen ausreichenden Halt. Das heißt jedoch nicht, dass in diesem Fall eine Versorgung mit Zahnimplantaten ausgeschlossen ist. Durch eine sogenannte Augmentation (Knochenaufbau) können wir das fehlende Volumen in den meisten Fällen wiederherstellen. Dazu nutzen wir entweder körpereigenes Material oder gut verträgliche Ersatzmaterialien.
Lassen Sie sich jetzt unverbindlich von Dr. Koravi zum Knochenaufbau in Essen beraten.
Vorteile eines Knochenaufbaus

- Experten für Knochenaufbau für Zahnimplantat-Versorgung
- Individuell angepasste Behandlungstechniken
- Ausführliche Beratung & Planung des Eingriffs
- Medizinische & technologische Standards auf höchstem Niveau
- Schonende Behandlung
Häufige Fragen zum Knochenaufbau
Wann ist ein Knochenaufbau erforderlich?
Ein Knochenaufbau ist immer dann notwendig, wenn Zahnimplantate gewünscht sind, der Knochen aber nicht dick genug ist, um die Implantate sicher halten zu können. Voraussetzung für den Implantateinsatz ist eine Knochendicke von mindestens 2 mm auf allen Seiten. Ist diese nicht vorhanden, kann keine Implantation erfolgen. Da Zahnimplantate eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen, ist es durchaus sinnvoll, den Aufwand eines Knochenaufbaus in Kauf zu nehmen.
Was sind die Ursachen für einen Knochenabbau?
Es gibt verschiedene Gründe, warum sich ein Knochen (und das Zahnfleisch) zurückbildet. Manchmal ist es ein Zahnverlust aufgrund eines Unfalls, aber häufiger sind Entzündungen (Parodontitis) oder Zysten die Ursache für den Knochenabbau.
Wichtig: Nach einem Zahnverlust sollten Sie die Lücke so schnell wie möglich durch einen adäquaten Zahnersatz schließen lassen. Denn der Knochenabbau beginnt schnell und schreitet kontinuierlich voran: Schon nach einem Jahr hat man so viel Knochen verloren wie in den folgenden Jahren zusammen. Mit einem Knochenaufbau können wir dieser Entwicklung entgegenwirken, doch das ist vergleichsweise zeitaufwendig und damit auch kostenintensiv. Melden Sie sich nach Zahnverlust deshalb am besten umgehend in unserer Praxis in Essen, damit wir uns zeitnah um die optimale Lösung für Sie kümmern können.
Für wen eignet sich ein Knochenaufbau in Essen?
Ein Knochenaufbau eignet sich für alle Patient:innen mit Zahnverlust und/oder einem schmalen Kieferknochen, die sich einen implantatgetragenen Zahnersatz wünschen. Der schmale Knochen im Kiefer kann zum einen auf den Knochenabbau nach Zahnverlust zurückzuführen sein, aber auch die Folge von über viele Jahre getragenen Prothesen.
Voraussetzung für einen Knochenaufbau ist ein guter allgemeiner Gesundheitszustand und eine gute Mundhygiene. Falls Sie an einer chronischen Krankheit leiden (z. B. Diabetes, Osteoporose, Autoimmunkrankheiten), teilen Sie dies bitte Dr. Koravi frühzeitig mit. Eventuell sind hier Besonderheiten bei der Behandlungsmethode zu beachten. Das Gleiche gilt für Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen.
Wie lange dauert es, bis der Knochenaufbau abgeschlossen und verheilt ist?
Bei den meisten Patient:innen dauert die Heilungsphase nach einem Knochenaufbau bei uns in Essen ca. 2-3 Monate. Dann kann entweder das Implantat gesetzt werden, was ebenfalls eine Heilungsdauer von etwa 2-3 Monaten erfordert. Oder, wenn sogenannte Sofortimplantate unmittelbar nach dem Knochenaufbau eingesetzt wurden, kann nach der Einheilphase der Zahnersatz aufgesetzt werden.
Was ist nach einem Knochenaufbau in Essen zu beachten?
Für eine komplikationsfreie Heilung und den langfristigen Erfolg des Knochenaufbaus ist eine gute Nachsorge unverzichtbar. In den ersten Tagen nach dem Eingriff können Sie den betroffenen Bereich vorsichtig von außen kühlen, um Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren. Vermeiden Sie kräftiges Spülen und trinken Sie nicht mit Strohhalm. Schonen Sie sich körperlich und vermeiden Sie Sport und andere Anstrengungen wie schwere körperliche Arbeit.
Anfangs sollten Sie weiche, kühle bis lauwarme Speisen bevorzugen und auf harte und krümelige Lebensmittel verzichten. Achten Sie unbedingt auf eine schonende Zahnpflege und verwenden Sie gegebenenfalls antiseptische Spüllösungen.
Welche Risiken sind mit einem Knochenaufbau verbunden?
Der Knochenaufbau ist mit wenig Risiken verbunden, da die Implantation bzw. die Zahnimplantate selbst in der Regel gut verträglich sind. Dennoch gibt es - wie bei allen zahnmedizinischen Eingriffen - das Risiko von Wundheilungsstörungen, Nachblutungen und Infektionen. Bei manchen Patient:innen heilt das eingesetzte Knochenersatzmaterial nicht gut ein und muss in seltenen Fällen wieder entfernt werden. Auch kann es (insbesondere im Unterkiefer) zu kleinen Verletzungen an Nerven kommen, die ein vorübergehendes Taubheitsgefühl zur Folge haben können.
Erfahrungen und Bewertungen unserer Patienten
Verwendete Materialien beim Knochenaufbau
Unser Körper weiß genau, was zu ihm gehört und entsprechend gut für ihn ist. Deshalb gilt die eigene Knochensubstanz (auch autologer Knochen genannt) nach wie vor als Goldstandard für den Knochenaufbau im Ober- und Unterkiefer. Sie wird vom Organismus schnell und unkompliziertangenommen und zu festem Knochen umgebaut.
Reicht das Knochenangebot nicht für eine Entnahme aus oder sprechen andere Gründe dagegen, nutzen wir häufig bovine Materialien (z. B. vom Rind). Dieses Fremdmaterial wird vor der Nutzung speziell aufbereitet und unter anderem allen organischen Bestandteilen (Proteinen) befreit. Was bleibt, ist die reine mineralische Struktur, die dem menschlichen Knochen sehr ähnlich ist und sehr gut allein oder auch in Kombination mit körpereigenem Knochen nutzen lässt.
Behandlungsmethoden des Knochenaufbaus
Für den Knochenaufbau (medizinischer Fachbegriff: Augmentation) stehen uns verschiedene Methoden zur Verfügung.
Um im Oberkiefer den Platz für neues Knochenmaterial zu schaffen, führen wir häufig einen Sinuslift durch. Im unteren Teil der Kieferhöhle befindet sich der sogenannte Sinusboden. Er trennt die Nasennebenhöhle von der Mundhöhle und ist innen mit einer Schleimhaut ausgestattet. Diese heben wir an, um den Kieferhöhlenboden nach zu versetzen. Dadurch entsteht ein Hohlraum, in den sich Knochenaufbaumaterial einfüllen lässt. Dieses wird im Laufe der Zeit zu Knochen umgebaut.
Bei dem Sinuslift unterscheiden wir zwei Varianten: Interner und externer Sinuslift. Bei dem internen Sinuslift erfolgt der Eingriff direkt durch die Mundhöhle, bei dem externen Sinuslift durch eine Öffnung von außen. Wann immer es möglich ist, bevorzugen wir den internen Sinuslift, da er erfahrungsgemäß weniger postoperative Beschwerden (Schmerzen, Schwellungen) zur Folge hat.

Im Unterkiefer besteht häufig das Problem, dass sich der Kieferknochen in der Breite zurückgebildet hat. Statt in die Höhe zu gehen, müssen wir das Fundament verbreiten. Dazu lagern wir meist eigenes oder gut verträgliches Ersatzmaterial seitlich an den Kieferkamm an.
Eine weitere Methode speziell für sehr schmale Kieferknochen ist das Bone Splitting bzw. Spreading und lässt sich sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer einsetzen. Dabei spalten und dehnen wir den Kieferkamm sehr vorsichtig, um Platz für ein Implantat zu schaffen. Oft setzen wir das Zahnimplantat direkt ein und füllen den Spalt mit Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial auf.
Ablauf eines Knochenaufbaus
In einem ausführlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis in Essen erläutert Dr. Koravi zunächst den Sinn und den Ablauf des Knochenaufbaus. Sie erhalten ausführliche Informationen zu der Behandlungsmethode und worauf Sie danach achten müssen, damit der Eingriff erfolgreich wird.
Die Behandlung selbst beginnt mit einer lokalen Betäubung. Der anschließende Ablauf unterscheidet sich je nach Behandlungsart. Bei dem in unserer Praxis in Essen häufig durchgeführten, internen Sinuslift führt Dr. Koravi an der Stelle, wo der verlorene Zahn im Oberkiefer saß, eine Bohrung durch. Diese geht bis kurz vor den Übergang zur Kieferhöhle. Das letzte Stück trägt er mit einem Ultraschalldiamant ab. Danach hebt er die Kieferhöhlenschleimhaut per Wasserdrucktechnik an. Der so geschaffene Platz zwischen Knochen und Schleimhaut lässt sich nun mit Knochenmaterial auffüllen.
Soll Eigenknochen verwendet werden, kann dieser bei der Vorbereitung des Implantatbettes oder aus dem umliegenden Knochengewebe gewonnen werden. Falls größere Mengen Eigenknochen benötigt werden, ist es üblich, diese aus anderen Bereichen zu entnehmen. Gut geeignet sind hierfür das Kinn, der Unterkieferwinkelbereich und der obere Bereich des Oberkiefers. Zum Schluss wird alles mit einer feinen Naht verschlossen und muss dann mehrere Wochen bis Monate verheilen.
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